Geschichte der Colon Hydro Therapie:
Die Therapien zur Darmausleitung sind wohl mit die ältesten Therapien überhaupt, älter als die Akupunktur.
Die ersten Überlieferungen zur Darmausleitung kommen aus Mesopotamien, dem heutigen Irak. Es wurde ein hohles ca. 1,5m langes Schilfrohr mit einem ausgehöhlten Kürbis verbunden. Das Schilfrohr wurde in den Darm eingeführt und die Kalebasse mit Wasser gefüllt. Durch den Eigendruck, der sich aus 1,5m Höhe ergibt, drückte sich das Wasser in den Darm. Es war die Frühform des hohen Einlaufs.
In anderen Kulturen, wie in Ägypten wurde ein langes, hohles Schilfrohr in den After eingeführt und mit Wasser gefüllt. Alsdann blies ein Heilkundiger das Wasser durch das Schilfrohr in den Darm. Es war der Vorläufer des Klistiers.
Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts war das subaequale Darmbad gebräuchlich. Man nannte es auch
„hohen Einlauf“. Das Wasser befand sich in 2 m Höhe in einem größeren Behälter. Der Patient lag in einer
Badewanne. Über einen Schlauch wurde Wasser in den Darm eingelassen. Nach einer manuell durch-
geführten Darmmassage wurde der Wasserzufuhrschlauch entfernt. Die Exkremente flossen in einen vor der
Wanne stehenden Behälter. Dieser Vorgang wurde öfters wiederholt.

In etwa parallel dazu wurde das sogenannte Trockendarmbad entwickelt. Der Patient lag nun auf einer
Liege, ansonsten die gleiche Technik wie beim supaqualen Darmbad. Beide Verfahren waren unhygienisch und durch das ständige Einführen des Wasserschlauches auch sehr unangenehm für den Patienten.
Diese Therapien fielen alle unter den Begriff „ hoher Einlauf “.
Heutzutage ist noch eine einfache Form des hohen Einlaufs üblich. Ein 2-5 Liter-Beutel wird mit Wasser gefüllt und an
Decke oder Wand befestigt. Die Flüssigkeit läuft aus dem Beutel über ein in den Anus eingeführtes Darmrohr in den Darm.
Je höher der Beutel hängt, desto größer ist die Schwerkraftwirkung des Wassers. Der Beutel wird auch Irrigator genannt.
Diese Darmspülung wird häufig von obstipierten Personen auf der Toilette durchgeführt.

Üblich in Krankenhäusern und in Haushalten ist auch der „ niedrige Einlauf “ mittels Klistier. Ein Gummibalg wird
mit Wasser gefüllt und an diesem eine Klistierspritze befestigt. Die Klistierspritze wird in den Enddarm eingeführt und mittels manuellen Drucks auf den Gummibalg wird Wasser in den Darm gedrückt. Auch diese Therapie wird in unmittelbarer Nähe einer Toilette durchgeführt.
moderner Colon-Hydro-Therapie Arbeitsplatz heute,

mit direktem Zugang zur Toilette
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