Verband der Freien Colon Hydro Therapeuten e.V. Herzlich willkommen
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Allgemeines:

Der Darm (Kurzfassung)

Der Darm ist das wichtigste Teil des menschlichen Verdauungstraktes und wirkt wie ein Kanal. Seine Aufgabe ist die extrazelluläre Verdauung der aufgenommenen Nahrung. Der Eintritt der Nahrung in den Körper beginnt mit der Mundöffnung und endet mit der Afteröffnung.

Über die Speiseröhre und den Magen gelangt die Nahrung in den Dünn- und Dickdarm. Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse lassen Verdauungssäfte in die Nahrung mit einfließen, die teilweise die Nahrung aufspalten. Der Darm selbst ist eigentlich noch, vom Darmepithel umkleidetes Stück Außenwelt. Die Hauptaufgaben des Dünndarms liegen in der Zufuhr der Zufuhr der flüssigen Nahrung zum intrazellulären Raum des Körpers. Winzige Partikel bis 0,1 mm Grösse perfundieren in Blut und Lymphbahnen.

Im Dickdarm werden die Reste durch Flüssigkeitsentzug eingedickt und dem Körper wieder zugeführt, täglich ca. 7-8 Liter. Unverdauliches wird durch Gärung und Fäulnis zersetzt. Dadurch kommt es häufig zu Gasansammlungen, die die trockenen Reste in die Darmtaschen drücken, wo sie oft mit der Darmschleinhaut verbacken und sich festsetzen.

Der Dickdarm (Colon) hat viele Aufgaben zu bewältigen. Er ist für die Menschen das, was der Motor für das Auto ist.

  • 3-4/5 des gesamten Immunsystems liegen im Darm, Darmwand und darmnahen Bereich.
  • In den Darmwänden befinden sich genauso viele Hirnnerven wie im Kopfhirn.
  • Hier werden alle Gefühle aufgenommen und im Kopfhirn abgespeichert.
  • Ca. 7-9 Liter Verdauungssaft und Flüssigkeit werden dem Körper wieder zugeführt.
  • Bei einer Verschlackung des Darms fließen nach und nach zuviel Säuren in den Körper und verhärten Sehnen, Bänder und Muskeln, auch den Herzmuskel und führen zu diversen chronischen Krankheiten.

Der Dünndarm beginnt am Magen-ausgang (Pförtner) und erstreckt sich bis zum Dickdarm. Am Dünndarm unterscheidet man drei Abschnitte und zwar: Zwölffingerdarm (Duodenum), Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum). Zwischen Dünn- darm und Dickdarm ist ein Verschlussmechanismus (Bauhin-Klappe) eingebaut, der den durchfließenden Nahrungsbrei nur in Richtung Dickdarm passieren läßt. Diese Klappe ist allerdings nicht dicht. Der Dickdarm (Colon) gliedert sich in Wurmfortsatz (Appendix), Blinddarm (Caecum), aufsteigender, querliegender und absteigender Dickdarm, S-förmiger Dickdarm, Mastdarm (Rectum) und Anus.

Der Darm ist insgesamt 6-8 m lang und hat eine Innenoberfläche von 300-400 qm, davon nimmt der Dickdarm eine Länge von ca. 1,70 m ein.

Untersuchungsmethoden:

Folgende Untersuchungsmethoden sind heute üblich:

  • Anamnese (Beschwerden erfragen)
  • Abhören und Abtasten
  • Mikrobiologische Untersuchungen der Darmflora des Stuhls
  • Testen des Darms mit diversen naturheilkundlichen Methoden (EAV, Vegatest, usw.)
  • Untesuchung des Stuhls auf okkultes (verstecktes) Blut
  • Computertomographie (CT)
  • Darmspiegelung (Koloskopie)
  • Röntgen mittels Kontrastmittel-Einlauf bei Darmsenkung, Divertikel, usw.

 

Was versteht man unter Colon-Hydro-Therapie:

Die Colon-Hydro-Therapie, kurz CHT, ist eine neue, effektive, schonende und nicht schmerzhafte Form der Dickdarmreinigung. Sie ist eine apperative unterstützende Einlaufserie mit Hilfe eines Darmspül-Automaten. Das Gerät selbst ist eine deutsche Entwicklung, das jedoch gegenüber dem hohen Einlauf aus wirtschaftlichen Gründen uninteressant gewesen ist. Das änderte sich erst mit der amerikanischen Entwicklung des Spekulums, des in den Darm einzuführenden Darnrohrs. Nun konnten 30-40 Einläufe nacheinander durchgeführt werden, ohne dass der liegende Patient sich bewegen musste und ohne dass ihm das Spekulum aus dem Darm entfernt werden musste.

 

Arbeitsplatzbeschreibung:

Das CHT-Gerät, siehe Abbildung, ist meist in Liegenhöhe an der Wand angebracht. Das Abfluss-System liegt ca. 6 cm höher als die Oberkante der Patientenliege. Das Gerät besitzt seitlich eine Schlauchaufnahme für den Abfluss, sowie daneben eine kleinere Schlauchaufnahme für den Wasser-zufluss. Im Steuergerät enthalten ist die manuelle Temperatureinstellung (Mischbatterie) und der Temperaturanzeiger.

Eine Druckmeßanzeige zeigt den manuell regelbaren Wasserdruck an. Gearbeitet wird im allgemeinen Bereich 0,3 - 1 m Wassersäule. An manchen Geräten sind noch Füllstandsanzeigen, Farb-Therapie-einrichtung zum Bestrahlen von Frischwasser oder eine sehr einfache Bioresonanzeinrichtung integriert. Mitten im Spülautomat befindet sich ein beleuchtetes Sichtfenster, damit Patient und Therapeut den abfließenden Kot durch ein Glasrohr begutachten können (z.B. auf Würmer, Pilze, Stuhlfarbe, Konsistenz und Blut).

Das zugeführte warme Wasser wird über die Haus-Warmwasser-Anlage oder mittels einem 10 Liter-Untertischgerät (Boiler) nach Durchfließen eines Wasser-Filtersystems dem Gerät zugeführt. Der aus dem Dickdarm abfließende Stuhl wird direkt dem Abwassersystem zugeleitet. Die Verbindung zwischen Patient und Gerät wird durch ein Set als Einweg-Wegwerfartikel hergestellt. Das Set enthält einen dickeren 1 - 1,2 m langen geriffelten und sehr biegsamen Abwasserschlauch, einen dünnen gleichlangen Frischwasser-Zuführschlauch, ein Spekulum und eine Einführhilfe.

 

Es gibt 3 Grössen von Einführhilfen:

  1. Das Kinderspekulum mit geringerem Durchmesser und Olivenkopf aus Kunststoff.
  2. Das normale Spekulum mit Olivenkopf aus Kunststoff.
  3. Das übergrosse Spekulum mit Olivenkopf aus Kunststoff, für Patienten mit Analmuskel-Schwächen. Es ist aus Edelstahl und kann nach gründlicher Reinigung und Sterilisation immer wieder verwendet werden.

Der Clou ist das Spekulum (Darmspühlrohr). Hier kann langsam Abwasser aus dem Darm entweichen. Durch eine schräge seitliche Aufnahme für den Frischwasserschlauch kann mit höherer Geschwindigkeit drallartig das Frischwasser im dicken Abflussrohr an der Innenwand in den Darm fließen.

 

Therapieverlauf:

Der Patient hat sich auf der Toilette im Unterkörperbereich entkleidet und erscheint in einem Operationsmantel oder Handtuch vorne geschlossen an der Liege. Die Liege ist mit Liegenpapier oder Einmaltuch überzogen. Vorsichtshalber ist eine kleine, saugfähige Unterlage im Gesäßbereich aufgelegt worden. Der Patient legt sich entspannt in Rückenlage auf die Liege. Das Gerät ist einsatzbereit. Das Brauchwasser ist vortemperiert, 2 Schläuche sind bereits am Gerät angeschlossen. Nun dreht sich der Patient auf die dem Gerät abgewandte Seite. Das untere Bein bleibt gestreckt, das obere Bein wird angezogen. Das Spekulum mit Einführhilfe wird am Kopf mit einer Gleitcreme eingestrichen und sanft drehend etwa 5-7 cm tief rektal eingeführt. Die Einführhilfe wird entfernt, die 2 Schläuche werden angeschlossen und der Patient dreht sich auf den Rücken. Durch ständiges Absperren bis zu einem bestimmten Druck und Öffnen des Brauchwasserschlauches, sowie durch Temperaturwechsel des Frischwassers wird der Darm gereizt und entleert sich häufig.

 

Unterstützt wird der Vorgang durch eine Bauchmassage nach Vogler, die auch öfter wiederholt wird. Alternativ kann bei besonders sensiblen Patienten eine Streichmassage angewandt werden.

 

Neuerdings setzen wir auch einen Vibrator, Typ 2-D, Kosten ca. 150 Euro oder einen 3-D Vibrator ein. Der 2-D Vibrator arbeitet ähnlich einem Schwingschleifer und sieht auch in etwa so aus. Der 3-dimensional arbeitende Vibrator ist dagegen sehr teuer und kostet etwa 3.000 Euro. Das muss nicht unbedingt sein. Diese Vibratoren ersetzen nicht die Bauchmassage, aber entspannen den Darm. Der Patient behandelt sich während der Colon-Hydro-Therapie damit selbst. Es ist eine neue, entspannende Bauchmassage und der Patient wird durch die Eigenarbeit abgelenkt. Gleichzeitig wird die Effektivität der CHT noch erhöht und eventuell die Therapiezeit verkürzt.

 

Neu ist auch der Einsatz eines Entlüftungsventils aus Edelstahl. Es wird zwischen Schlauch und Abflussrohr am Gerät eingebaut und verkürzt die Therapiezeit um 30 - 50 % bzw. macht sie effektiver. Der Therapeut spart Zeit, der Darm und der Patient werden geschont. Es hilft also allen Beteiligten. Die Therapiezeit beträgt jetzt nur noch 25 - 40 Minuten. Das Entlüftungsventil sollte außerhalb des Gerätes liegen, da sonst das Geräteinnere verschmutzt wird. Es gibt ein vollautomatisch arbeitendes Kugelventil, sowie ein manuell bedienbares Ventil.

 

Nach der Therapiezeit wird das Spekulum entfernt und der Patient kann sich auf der Toilette entlasten. Das kann auch jetzt noch etwas längere Zeit benötigen.

 

Mit dieser Therapie wird erstmals der komplette Dickdarm gesäubert.

 

Wichtig ist allerdings die Grunduntersuchung. Fast alle Menschen leiden unter Unverträglichkeiten, Intoleranzen, Histaminosen und Allergien. Die müssen erkannt und abgestellt werden, ansonsten kann die CHT auch erfolglos enden.

 

Die Ernährung wird entsprechend individuell umgestellt. Im allgemeinen reichen zur Gesunderhaltung 1 mal pro Jahr 6 Behandlungen. Bei chronischen Krankheiten muss mit mindestens 20 Behandlungen und mehr gerechnet werden.

 

Wann wird die CHT eingesetzt :

Bei fast allen chronischen Krankheiten. Auch hier gilt der Leitsatz:

 

Chronische Krankheiten sind unheilbare Krankheiten,

nur akute Krankheiten sind ohne Operation heilbar.

 

Bei der CHT kommt es meist zwischen der 10. und 13. Behandlung zu einer Akutphase. Bei manchen chronischen Erkrankungen kann diese Akutphase auch erst viel später eintreten, aber das kommt eher selten vor.

 

Bei verschiedenen Erkrankungen gibt es Verschlimmerungsphasen (Akut-Phasen) etwa bei der 10., 20. und 30.Behandlung. Diese können auftreten bei schweren Formen von:

Neurodermitis ( Hauterkrankung )
jugendlicher Arthritis ( Gelenkentzündung bei Jugendlichen )
Pollinose ( Heuschnupfen )
Psoriasis auf der Haut ( Schuppenflechte )
Colitis ulcerosa

( chronische Dickdarmentzündung )

Psoriasis-Arthropathie

( Erkrankung der Knochenhaut mit Rheumafaktor negativ, meist zuerst an den Knien, dann an den Fingergelenken auftretend )

Bei Lupus erythematodes, Wolfsgesicht, Auto-Immunerkrankungen, chronischen Entzündungen von Haut, sonstigen Organen und Gelenken sollte mit einem Arzt zusammen gearbeitet werden. In der Akut-Phase braucht der Patient stark wirkende Medikamente. Die Verschlimmerungs-Phase tritt unregelmäßig bis etwa 4 x auf. Während dieser Phasen sollte man keine tierischen Eiweiße zu sich nehmen.

 

Normale Akut-Phasen treten auf bei:

Arthrose ( Gelenkverschleiß )
Verspannungen ( aufgrund von Bewegungsmangel und Übersäuerungen )
Chron. Ischialgien ( Blockaden des Ischiasnerves )
Schulter-Arm-Syndrom  
Karpal-Tunnel-Syndrom ( Einschnürung eines Nerves am Handgelenk )
Manche Migräneformen ( aufgrund einer Histaminose, Histamin-Schub )
Nahrungsmittel- und andere Allergien  
Polymyositis ( Muskel-Rheuma, lange Behandlungsdauer )
Asthma

( chron. Atemnot, meist eine Form der Neurodermitis oder Psoriasis, also allergisch bedingt )

Chron. Bronchitis  
Spannungskopfschmerz  
Morbus Crohn

( chron. entzündlicher Darm. Es handelt sich um eine Verfistelung der Darmwand )

Gluten-Intoleranz (Zöliakie)

( nach ca. 20 Behandlungen geht es dem Patienten meist deutlich besser )

Akne ( die meisten Akneformen )
Nesselsucht ( aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten )
Meteorismus

( Völlegefühl, Blähbauch, häufig vergesellschaftet mit

   Nahrungsmittelunverträglichkeiten )

Lichen ruber ( Hauterkrankung )
Verstopfung ( Obstipation )
Durchfall

( Diarrhoe, meist vergesellschaftet mit

   Nahrungsmittelunverträglichkeiten )

Hyperaktivität ( immer Schildrüse mitbehandeln )
Restless-legs

( unruhige, kribbelnde, brennende oder schmerzende Beine in der Nacht )

Lipödeme

( teilweise längere Behandlungsdauer. Hormonell bedingte Fett-Fehlsteuerung )

Fibromyalgie ( schwere Formen nicht entzündliches Weichteil -Rheuma )
Cluster-Kopfschmerz ( in zeitlichen Abständen gehäuft auftretender Kopfschmerz )
CMS ( Chron.-Müdigkeits-Syndrom, oft vergesellschaftet mit Zöliakie )
Depressionen

( z.B. Altersdepressionen, klimakterisch bedingt als Reaktion auf ein Negativ-Ereignis )

Stenokardien ( Altersherz, oft vergesellschaftet mit einem Herzklappenfehler )
Darmpilze ( Reinigung des Dickdarms führt zur Milieuveränderung )
Hypertonie ( Blut-Hochdruck )
   
Wellness ( Wohlfühlen, hier reichen 3 - 6 Behandlungen aus )

Nicht angewendet werden sollte die Therapie bei Schwangerschaft!

 

Die Indikationbreite dieser Behandlungsmethode ist sehr groß. Bei vielen Erkrkungen müssen allerdings noch andere Therapien zusätzlich zum Einsatz kommen.

Allgemein wird die Colon-Hydro-Therapie in der Naturheilkunde mit positiven Erfahrungen angewendet, obgleich sie in der Schulmedizin umstritten ist.

Eine Übernahme  der Behandlungskosten durch die private Krankenversicherung und die Beihilfe-Versicherung kann in Betracht kommen.

 

Nicht in die Akutphase gelangen dürfen

Menschen mit unheilbaren Krankeiten und Patienten,

die einfach schon zu schwach sind

(z.B. metastasierender Krebs, u.a. Endstadien).

 

Wie erfolgreich die CHT ist, zeigt sich trotz der hohen Anschaffungskosten des CHT-Systems die Anzahl der Therapeuten in Deutschland. Waren es 1990 noch etwa 40, so sind es heute im Jahre 2008 etwa 1.500 Therapeuten mit einem oder mehreren Geräten. Weltweit sind es zehntausende Therapeuten.

Die Kosten für eine Behandlung bewegen sich im allgemeinen zwischen 70 und 90 Euro.

 

Literatur :

Empfehlenswerte Bücher zur Colon-Hydro-Therapie gibt es, auch gebraucht, sehr preiswert im Internet, z.B. unter http://www.amazon.de

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